Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim e.V.
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Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim e.V.

Eine Spendenaktion des Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e.V.

Der Michael-Sternheimer-Wald:

Bäume für Israel

 
 

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Der Waldbrand von Haifa aus gesehen. 

Foto: www.carmeltreefund.org/

Der Brand

 
Im Dezember 2010 forderte ein 82 Stunden währendes Feuerinferno im Karmelgebirge in Israel 41 Menschenleben. Es hinterließ eine gigantische Spur der Zerstörung. Die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronot bilanzierte am 6. Dezember 2010:

 

„Insgesamt verbrannten mehr als 5 Millionen Bäume sowie 74 Gebäude im Kibbutz Beit Oren, in Ein Hod und in Yemin Orde; 173 Gebäude brannten teilweise aus. Mehr als 17 000 Menschen mussten aus ihren Häusern und diversen Einrichtungen wie Gefängnissen und Krankenhäusern evakuiert werden.“
 
 
 
 
 
 

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Das Denkmal für die 41 Menschen, die Opfer der Brandkatastrophe wurden.

Foto: DIF

 

 

 
Hilfen kamen aus 17 Staaten und der Palästinensischen Autonomie. 33 Flugzeuge, 8 Hubschrauber, 3 Löschfahrzeuge, 206 Feuerlöschexperten und Feuerwehrleute und vielfaches Feuerlöschmaterial wurden von diesen zur Bekämpfung der Brände zur Verfügung gestellt.  Direkt nach der Katastrophe begann der Wiederaufbau. Dazu gehört die Wiederaufforstung der verbrannten Wälder. Millionen Bäume sind dazu notwendig.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Wiederaufforstung

 
 

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Ein Jahr nach dem Brand wurden viele Flächen bereits geräumt. Hier ein verkohlter Baumstamm vor Terrassen, die mit heimischen Obstbäumen bepflanzt werden sollen.                                       Foto: DIF

 
 Wer die Schnellstraße von Tel Aviv nach Haifa bei der Siedlung Ein Hod abbiegt, gelangt auf einer engen Serpentinenstraße in das Karmelgebirge. Vor dem Waldbrand führte der Weg hier durch dichte Kiefernwälder auf die Höhenstraße in die Drusendörfer Isfia und Daliat El Carmiel. Auch über ein Jahr nach dem Waldbrand ragen noch viele Baumstämme wie abgebrannte Streichhölzer aus den kahlen Kalksteinfelsen.

 

 

 

 

 

 

 

 


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An manchen Stellen zeigen sich die Selbsterhaltungskräfte der Natur. Durch den Brand öffneten sich die Zapfen und neue Bäume wachsen.

Foto:DIF

 

 

Es zeigt sich aber auch die positive Kraft der Natur. Verschiedene Laubbäume schlagen an ihren Wurzeln wieder aus. Manche Zapfen der Nadelbäume springen auf und entlassen ihre Samen in die Freiheit. Nur nach einem Brand tun sie das und sichern so ihren Bestand.
 
 
Laut Plänen des jüdischen Nationalfond soll im Karmelgebirge nicht nur die heimische Jerusalem Pinie gepflanzt werden, sondern eine Vielfalt an Laub- und Nadelbäumen, die in diese Region passen.
 
 
 
 
 
 

 

 
 
 

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Wie hier in der Nähe von Jerusalem könnte das Karmelgebirge in ein paar Jahren aussehen. Einheimische Obstbäume stehen auf wieder hergestellten Terrassen.

Foto:DIF

 
 

Einen Obstgarten anpflanzen

 
 
Der Brand legte in der Nähe der Siedlung Nir Etzion historische Zeugnisse aus dem 5. Jahrhundert frei: Terrassen aus byzantinischer Zeit. Auf diesen Terrassen wuchsen ursprünglich Obstbäume. Sie sollen restauriert und mit heimischen Obstbäumen wie Oliven, Granatäpfeln, Zitronen, Feigen, Mandeln und Datteln bepflanzt werden. Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Ingelheim e.V. will bei der Bepflanzung dieses Obstgarten helfen und 5.000 Bäumen spende.
 
 
 
 
 
 

 Verbesserung des Weltklimas

Israel ist eines der wenigen Länder, in denen der Waldbestand zunimmt. Die Wüste wird hier zurück gedrängt. Laut Bericht der Food and Agriculture Organization (FAO) von 1010 nahm der Waldbestand von 132.000 Hektar im Jahr 1990 auf 155.000 im Jahr 2010 zu. Israel leistet damit neben der Aufforstung des eigenen Landes einen Beitrag zur Verbesserung des Weltklimas. Der DIF will diese Entwicklung unterstützen und damit auch etwas zur Verbesserung des Weltklimas tun.

 

Michael Sternheimer gewidmet

 Sample ImageDer Übersetzer Michael Sternheimer stand seit über 20 Jahre dem DIF Ingelheim nahe. Er übersetzte für den Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim (DIF), bei gemeinsamen Reisen durch Israel, bei der ersten Begegnung mit den ehemaligen Ingelheimer Juden 1998 und einer der ersten Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Afula und Ingelheim im Haus der Jugend. Er war über viele Jahre ein manchmal sichtbarer, oft aber nur im Hintergrund begleitender Freund des DIF Ingelheim. Sichtbar, wenn er für den Verein dolmetschte, so wie 1987, als der elffache israelische Fußballmeister Hapoel Tel Aviv in der Rotweinstadt zu Gast war. Das Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft der Spielvereinigung gewannen damals die Gäste aus Israel mit 3:0.

 

 

Ministerpräsident Kurt Beck hat die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.

 

 


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An dieser Stelle nördlich von Nir Etzion soll der Michael-Sternheimer-Wald engepflanzt werden.

Foto:DIF

 

Warum das Karmelgebirge?

Michael Sternheimer wurde in Haifa geboren und hat dort seine Kindheit verbracht. Nach der Ausbildung ging er nach Deutschland, kam nach Mannheim und eröffnete dort sein Übersetzungsbüro. Schier unermüdlich war sein Wirken im Rahmen der Deutsch-Israelischen Beziehungen.Sehr oft übersetzte er bei Treffen der deutschen und israelischen Regierungen, bei Parlamentariertreffen auf Bundes- und Landesebene, bei Konferenzen und Tagungen. Viele die ihn kannten vermissen ihn und seine großzügige menschliche Hilfsbereitschaft. Er starb, 68 Jahre alt, im Jahre 2008. Durch einen Michael-Sternheimer-Wald in der Heimat seiner Kindheit will der DIF ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Der Wald kommt allen Bewohner in Haifa zugute, Juden, Muslimen, Christen und Drusen.

 
 
 
 

 

siehe auch: Bäume sollen wachsen, AZ vom 16. März 2012 >>>
 
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Aufruf

 

Das 82 Stunden währende Feuerinferno in Israel forderte 41 Menschenleben und hinterließ eine gigantische Spur der Zerstörung. Die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronot bilanzierte am 6. Dezember 2010:

 
„Insgesamt verbrannten mehr als 5 Millionen Bäume sowie 74 Gebäude im Kibbutz Beit Oren, in Ein Hod und in Yemin Orde; 173 Gebäude brannten teilweise aus. Mehr als 17 000 Menschen mussten aus ihren Häusern und diversen Einrichtungen wie Gefängnissen und Krankenhäusern evakuiert wer-den. Der Rote Davidstern (Magen David Adom) berichtet von 33 Verletzten, von denen sich noch drei in Lebensgefahr befinden.“
 
Eine schlimme Bilanz der verheerenden Brandkatastrophe in Israel. Hilfen kamen aus 17 Staaten und der Palästinensischen Autonomie. 33 Flugzeuge, 8 Hubschrauber, 3 Löschfahrzeuge, 206 Feuerlösch-experten und Feuerwehrleute und vielfaches Feuerlöschmaterial wurden von diesen zur Bekämpfung der Brände zur Verfügung gestellt. Nun gilt es, den Wiederaufbau voranzutreiben und dazu gehört auch die Wiederaufforstung der verbrannten Wälder. Millionen Bäume sind dazu notwendig. Und hier kann jede und jeder helfen!
 

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Ministerpräsident Kurt Beck,

Schirmherr

Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Ingelheim e. V. (DIF) hat ein Sonderkonto eingerichtet und bittet dringend um Hilfe. Mit dem gespendeten Geld soll ein Wald (Kostenpunkt: 50.000,-- €) auf dem Carmel finanziert werden. Das Besondere daran: Der Wald soll zu Ehren des viel zu früh von uns gegangenen Michael Sternheimer gepflanzt werden, einer großen Zahl von Personen aus unterschiedlichen Begegnungen bekannt, vielen von uns war er ein Freund. Wir sind dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck dankbar dafür, dass er sich bereit erklärt hat, diese Aktion zu unterstützen und die Schirmherrschaft zu übernehmen.
 
Unsere herzliche Bitte: Beteiligen Sie sich an dieser Aktion, jeder Euro ist wichtig und jeder Euro wird dem KKL-JNF* für das Projekt „Michael Sternheimer-Wald“ zur Verfügung gestellt. Dafür garantieren die beiden Unterzeichner dieses Spendenaufrufes. Eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch zugesendet.
* KKL-JNF = Keren Kayemeth Leisrael - Jüdischer Nationalfonds e. V.
 
Überweisen Sie bitte Ihre Spende auf folgendes Sonder-Konto
des Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V.:
Mainzer Volksbank e. G. SBZ Ingelheim,
Kto.-Nr.: 466 235 033 BLZ: 551 90 000
Stichwort: Israelhilfe „Michael Sternheimer-Wald“.
 
Mit herzlichen Dankesgrüßen und Schalom aus Ingelheim verbleiben

 


Klaus Dürsch                                               Hans-Georg Meyer

 

 Flyer, den Sie als pdf hier abrufen können

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Ausstellung im Alten Rathaus beendet.

 Wanderausstellung im Mehrgenerationenhaus zu sehen. Siehe Veranstaltungen >>>

Am 5. Februar 2012 schloss die Ausstellung

„Freudige Gefolgschaft und bedingungslose Einordnung ...?“ Ingelheim im Nationalsozialismus ihre Pforten.

Knapp 2000 Personen besuchten die Ausstellung. Im Januar verdoppelte sich die Besucherzahl im Vergleich zum Dezember. Es kamen 45 begleitete Gruppen. Der überwiegende Teil waren Schulklassen. Die meisten besuchten die 10. bis 13. Klasse. Es waren aber auch achte und neunte Klassen darunter. Sie kamen überwiegend von den Ingelheimer Schulen aber auch aus Bingen. Die Ausstellung erntete viel Lob und Zustimmung. Dies ist an den Einträgen im Gästebuch nachzuvollziehen. Manche Besucher gaben Anregungen oder brachten weitere Quellen mit. Viele Besucher begnügten sich nicht mit einem Rundgang, sondern kamen zwei- oder sogar dreimal und verweilten lange in der Ausstellung.

Bei den Führungen kam es oft zu intensiven Gesprächen. Sie drehten sich um die Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte, die Frage, wie es zu dieser grausigen Diktatur kommen konnte und um die angemessenen Reaktionen auf antidemokratische Tendenzen in unserer Gesellschaft.
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Ministerpräsident Kurt Beck besuchte die Ausstellung zur Abschlussveranstaltung und lobte das Engagement der Stadt Ingelheim in der Bearbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus. Er ließ sich vom Kurator Hans-Georg Meyer durch die Ausstellung führen.

Die Ausstellung und das Buch haben das Wissen darüber vermehrt, was in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Ingelheim passiert ist. Es wurde deutlich, wie schnell 1933 die Machtergreifung von statten ging. Als die Gewalt herrschte, konnte auch hier fast jeder Widerstand im Keim erstickt werden.
Die Zahl der Demokraten war damals auch in Ingelheim zu gering. Opfer wurden auch hier zuerst die politisch Andersdenkenden, Juden, Sinti, Behinderte. Schließlich fraß die Diktatur ihre eigenen Kinder. In der Ausstellung kam dies unter anderem an der großen Gedenktafel zum Ausdruck, welche lange im Sebastian-Münster-Gymnasium hing. Mit ihr wurde der im 2. Weltkrieg umgekommenen Lehrer und Schüler der Vorgängerschule gedacht.

Ein Teil der Ausstellung wird erhalten bleiben. Sie wird in eine Wanderausstellung umgebaut und erhält einen Platz in Räumen der Kaiserpfalz Realschule plus. Sie wird dort in den nächsten Tagen aufgebaut und für ein paar Wochen zu sehen sein. Sie soll anschließend immer dann präsentiert werden, wenn Nationalsozialismus Thema im Geschichtsunterricht ist. Die Ausstellung wird dann allen Ingelheimer Schulklassen zugänglich sein.

Der Ausstellungskatalog ist für 5,- Euro beim Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim (siehe Kontakt) erhältlich.

Das Buch "Freudige Gefolgschaft und bedingungslose Einordnung?" - Ingelheim im Nationalsozialismus ist für 20,- Euro erhältlich, beim DIF, bei der Tourismusabteilung der Stadt Ingelheim oder im Buchhandel. 

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Für weitere Informationen bitte das Buch anklicken

Impressionen zur Ausstellung

 Aus dem Gästebuch
Sehr gute Ausstellung
Die Ausstellung ist gut
Vielen Dank für die interessante Ausstellung

Informativ, hilfreich und empfehlenswert

Die Ausstellung ist so interessant, wir sind zum dritten Mal hier –

Beeindruckend – bedrückend – und wichtig

Vielen Dank, die Zeit war reif dafür

Habe wesentlich mehr originale Exponate erwartet. Mit wenig Material so einen Aufwand…. Schade. Verlorene Zeit.    …..

„Eine zutiefst deprimierende Ausstellung über schlimme Zeiten und schwache Menschen“                 

Danke für die Eindrücke, die wir mitnehmen durften

Da hat Ingelheim Vorbildfunktion für viele Städte, auch größere, die eine solche Dokumentation bisher noch nicht erarbeitet haben
Dem Kurator und seinem Team, dem Büro Schwarz-Düser und allen Beteiligten sage ich vielen Dank für diese Ausstellung   

Hohe Anerkennung für die wertvolle Ausstellung

Mir fehlen die Namen   a l l e r   Opfer, auch die der Krankenmorde: achtundzwanzig.
Weitere zwei Dutzend litten unter der NS-Gesundheitspolitik. Sie war der Vorläufer der Morde          

Musa = sexy. Luca = sexy, Daniel = sexy, Marc = sexy, Domy = sexy und klein
Musa du Süßer
“Selina, Alwina & Lena are the bääst”

Lehrer – eure Schüler verstehen nichts, warum kommt ihr hierher?   Anonym


Anmerkungen
Besucher brachten Fotos oder Zeitungsberichte und Postkarten vorbei. Sie suchten immer wieder das Gespräch und erzählten aus ihrer Kindheit

O-Töne

Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte damals

Ich wohne in Köln, meine Tochter lebt in Ingelheim, sie schenkte mir das Buch und jetzt besuchte ich die Ausstellung ….. mir fehlt der Bezug zu den Neonazis heute

Ich erwartete Schrecken und kam mit Grauen und war dann positiv überrascht

Das Eis ist jetzt gebrochen, ich komme noch einmal

Ich komme noch einmal wieder
Ich komme noch einmal mit der richtigen Lesebrille wieder
Ich bin heute zum dritten Mal da
Das ist eine informative Ausstellung

(zusammengestellt von Heike Sobotta)

 

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Fotos: Susanne Krupka, Peter Weiland

 

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Michael Sternheimer

 

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 Vieles könnte ich über Michael Sternheimer, mit dem ich über 25 Jahre befreundet sein durfte, schreiben.Von unseren gemeinsamen Reisen durch Israel, den Deutsch-Israelisch-Palästinensischen Autorentreffen, den vielen Übersetzungen für den Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim (DIF) und das Zur-Verfügung-Stehen bei israelischen Besuchern in Ingelheim (auch bei derersten Begegnung mit den ehemaligen Ingelheimer Juden 1998 und einer der ersten Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Afula und Ingelheim im Haus derJugend), den privaten Begegnungen bei ihm in Mannheim und hier bei uns in Ingelheim. Über die langen Diskussionen zu bestimmten politischen Situationenund vieles andere.  

Doch möchte ich an dieser Stelle nur beispielhaft erwähnen, dass er über viele Jahre ein manchmal sichtbarer, oft aber nur im Hintergrund begleitender Freund des DIF Ingelheim war. Sichtbar, wenn er für uns dolmetschte, so wie 1987, als der elffache israelische Fußballmeister Hapoel Tel Aviv in der Rotweinstadt zu Gast war. Das Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft der Spielvereinigung gewannen damals unsere Gäste mit 3:0. Mit Michael Sternheimer besuchte ich Afula, sprach dort mit dem Bürgermeister, dem stellv. Verteidigungsminister und einigen Stadträten über mögliche Verbesserungen der Beziehungen

unserer beiden Städte und den begonnenen Jugendaustausch. Als der Berater des palästinensischen Präsidenten Abbas, Yasser Abed Rabbo, mit seiner Gattin und dem israelischen Autor und Poeten Amir Or in Ingelheim unsere Gäste waren, übersetzte Michael Sternheimer. Immer wieder war er  auch Gast bei Veranstaltungen unseres Vereines, transkribierte für uns Briefe und Schriften.  

 Nun sollen noch einige andere Personen zu Wort kommen, jene, die Michael auch kannten, ihn schätzten und mochten. Deshalb habe ich hier Auszüge aus einigen Briefen und E-Mails zusammengestellt, die mich nach meiner verschickten Information über den Tod von Michael Sternheimer im Jahre 2008 erreichten.  

 

Ich denke, sie sagen mehr aus, als ich es jetzt schreiben könnte.

 

Hans-Georg Meyer

 

 

 
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Ich habe den Michael während der 80er Jahren kennen gelernt. Er war später derjenige, der

mir geholfen hat einen Lehrer zu finden, als mich auf Berlin vorbereitete. Ich war ihm dafür

sehr dankbar. Schade.

Simon [Stein]

Ambassador Shimon Stein  

International Consulting, Tel Aviv

 

Wir trauern mit. Michael lernte ich 1987 kennen. Er begleitete mich 12! Tage durch Israel.

Dabei lotete ich in zahlreichen politischen Gesprächen aus, wie der Kontakt des Bundestages

zu den politischen Parteien in Israel vertieft werden könne. Eines der Ergebnisse war der erste

Besuch einer Likud-Delegation nach Deutschland.  

Dr. h. c. Johannes Gerster, Mainz

 

Nicht nur hat er wunderbar Gesagtes aus dem Hebräischen ins Deutsche und umgekehrt

übertragen, sondern durch sein einfühlsames Wesen Geborgenheit und tiefes menschliches

Verständnis vermittelt. Er hat uns das Leben hier auf Erden dadurch leichter gemacht und uns

ein wenig getragen - Dich, der Du ihn viel länger kanntest und der Du ihn Deinen Freund

nennen durftest, muss sein Weggang aus dieser Welt sehr schmerzen. Wie ich ihn kenne, wird

er Dich aus jener Welt heraus aber nicht aus den Augen verlieren, sondern Dich weiterhin mit

seiner Liebe begleiten und beschützen.

Ich musste in den letzten Tagen oft an ihn denken –

Elfriede Rhode

Pädagogin, Mainz

 

Es tut mir so leid, ich habe keine Worte, nur Tränen.

Ruth Almog

Schriftstellerin, Tel Aviv

 

Danke, lieber Herr Meyer, für Ihre Worte. Ich bin Michael da und dort begegnet und war so

fasziniert über seine Art und Dolmetscherkunst, dass ich ihm oft gesagt habe: Es gibt keinen

Dolmetscher, der  das so macht wie Du, der das so kann wie Du. Und das hing mit seiner

Person zusammen - wie er auf andere Menschen zugehen konnte - und sich in sie hineinge-

dacht hat, sie selbst auch zur Sprache bringen konnte. Manchmal war das schier unglaublich.

Ich hab ihn sehr gemocht und fühlte mich ihm verbunden und hätte gerne noch da oder dort

auch mit ihm zusammen gearbeitet.

Rudi Pahnke

INI-Institut Neue Impulse e.V.  

für Kooperationen im deutsch-israelischen Jugendaustausch, Berlin

 

Ich bin wirklich sehr bestürzt, von Michael Sternheimer zu hören. Ich fand ihn einen

wunderbaren Menschen. Ich fand ihn auch einfach noch - sehr jung! In seinem gesamten

Wesen, was für ein angenehmer Kerl und wie begabt! Er hat ja erstklassig für uns alle

gearbeitet, obwohl das ja schon aus meiner Sicht länger her ist, habe ich an ihn eine ausge-

sprochen positive Erinnerung und bin wirklich betroffen.

Annegret Held

Schriftstellerin, Rennerod

 

 

 

Chaverim Shalom,  

traurig und unverständlich ist Michaels Tod. Auch wenn jemand so krank ist, denkt keiner in

diese Richtung. Ein guter Mensch, ein Phänomen und ein Chaver, der in unseren Gedanken

bleiben wird. Jetzt sieht es so aus, dass wir uns zu wenig male getroffen haben. Schade.

David Tzur

Maler, Kiriyat Tivon

 

Ich denke, dass Michael Sternheimer sich bei allen, die mit ihm zu tun hatten, mit seiner

hohen Sach- und Sprachkompetenz tief eingeprägt hat. Auch als jemand, der vielen, die zum

ersten Mal in Israel waren, neben seiner offiziellen Aufgabe dieses Land näher gebracht hat,

ohne dabei den kritischen Blick zu verlieren. In vielfacher Hinsicht ein beeindruckender

Mensch.

Dr. Dieter Schiffmann

Direktor - Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Mainz

 

Mit ihm stirbt auch ein Stück meiner Jugendforum-Zeit. … Nie vergessen werde ich auch,

wie wir uns während eines Jugendforum-Seminars in Bonn verfuhren, weil ich die Orien-

tierung verloren hatte und er dringend von Frau Prof. Süssmuth im Bundestag erwartet wurde.

Aber auch das hat er mir verziehen.

Er war ein so wunderbarer Mensch und Freund, und ich bin sehr traurig, dass wir in den

letzten Jahren fast nur noch aneinander vorbei gerannt sind und uns nicht die Zeit nahmen,

einmal in Ruhe zusammen zu sitzen.  

Aber er wird uns nicht nur als Mensch, sondern auch als exzellenter Dolmetscher im deutsch-

israelischen Beziehungsgeflecht fehlen. Er war  d e r  B e s t e, das wissen alle, die ihn erlebt

haben, die bewunderten, wie selbstverständlich er Mimik und Gestik derer übernahm, die er

übersetzte. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass er mir auf Konferenzen und Tagungen

nie mehr über den Weg laufen wird und wir uns nie mehr werden drücken können. Auch das

tut schrecklich weh! Die deutsch-israelischen Beziehungen werden ohne ihn nicht mehr die

gleichen sein. Ich weine um ihn und kann nicht damit aufhören...

Meggie Jahn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Berlin

 

Obwohl ich Michael Sternheimer leider nur in den 2 Israel-Wochen letzten Jahres erleben

konnte kann ich nachvollziehen, wie groß Deine Trauer ist. Deutschland und Israel hat einen

wahrhaft guten Menschen verloren - ich danke Dir, dass ich Michael Sternheimer kennen-

lernen durfte - er wird immer Teil meines Israel-Bildes sein.

Norbert Neuser, Mitglied des Europäischen Parlaments, Boppard

 Presseberichte:

DIF sammelt Spenden für die Aufforstung: Allgemeine Zeitung Ingelheim vom 31. Dezember 2012 >>>>



Straßenbenennung:

 

Sample Image Der Lehrer Ludwig Langstädter


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Der Grabstein von Mathilde Langstädter, geb. Stern, der ersten Frau von Ludwig Langstädter auf dem Friedhof in der Hugo-Loersch-Straße.

Fotodesign: Michael Schlotterbeck.
Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung vom 8. März 2010, die Erschließungsstraße ab Starenweg bis Kreisel im Bereich der neu zu bauenden Realschule plus, der Turnhalle der TG Nieder-Ingelheim und dem neuen Haus der Jugend in „Ludwig-Langstädter-Straße" zu benennen.

 

Louis (Ludwig) Langstädter war von 1908 bis 1933 Lehrer an der Volksschule in Ober-Ingelheim. Er erteilte den jüdischen Kindern an der Volksschule und der Höheren Bürgerschule, dem Vorgänger des Sebastian-Münster-Gymnasiums, Religionsunterricht.

Er wurde am 6. April 1879 in Memmelsdorf bei Bamberg geboren. Er kam ca. 1908 als Volksschullehrer nach Ober-Ingelheim. Er hatte offensichtlich die Stelle des Lehrers Krämer übernommen, der im März 1908 Ober-Ingelheim verlassen hatte.

 

Vom 2. August 1914 bis Ende 1918 war er Soldat im 1. Weltkrieg.

In erster Ehe war er mit Mathilde Stern aus Schwanfeld bei Würzburg verheiratet. Sie starb am 13. Februar 1929 in Ober-Ingelheim und wurde auf dem Friedhof in der Hugo-Loersch-Straße beerdigt. Der Grabstein steht dort bis heute.

In zweiter Ehe heiratete Langstädter am 6. November 1930 Elisabetha (Betty) Kahn, geboren am 14. Mai 1895 in Ober-Ingelheim. Ihr Elternhaus stand im Neuweg 1. Sie war das zweite von vier Kindern des Viehhändlers Salomon Kahn und seiner Frau Rieke, geb. Fränkel.


 

 

Ein wichtiges Mitglied der jüdischen Gemeinde


Synagoge

Die Ingelheimer Synagoge 1930  Quelle: Ausschnitt aus Luftbild Nr. 10198 Ober-Ingelheim, Strähle Luftbild

 

Langstädter war eine wichtige Person für das Leben der jüdischen Gemeinde in Ingelheim. Er war Kantor in der Ober-Ingelheimer Synagoge und wohnte im Vorderhaus in der Stiegelgasse 25. Er sang dort während der Gottesdienste die Gebete vor. Mehrfach wird es aber als Rabbiner bezeichnet. Dies deutet auf seine herausragende Stellung hin.  Da es in Ingelheim keinen Rabbiner gab, nahm er viele seiner Funktionen wahr. Er leitete auch den Synagogenchor "Harmonie".

 

 

 

Es ist überliefert, dass er auch predigte. Die Ingelheimer Zeitung berichtete am 31. Oktober 1932: "Der jüdische Frauenverein feierte sein hundertjähriges Bestehen. In der festlich geschmückten Synagoge fand ein Festgottesdienst statt, in dem Lehrer Langstädter die Predigt hielt. Der 1. Vorsitzende der Gemeinde, Ferdinand Oppenheimer, konnte neben zahlreichen Ehrengästen auch Bürgermeister Dr. Rückert begrüßen. Der Frauenverein hat einen Vorhang für die heilige Bundeslade (der Toraschrein, Anmerkung d. A.) gestiftet."

 

Langstädter war Mitglied im Hilfsverein der deutschen Juden. Dieser Verein durfte sich ab 1935 nur noch „Hilfsverein der Juden in Deutschland“ nennen. Der Verein kümmerte sich um notleidende Juden in Osteuropa und im Nahen Osten.


Ein engagierter Bürger

 

Ludwig Langstädter war zwar nicht in einer Partei organisiert, unterzeichnete aber als Nr. 24 anlässlich der Gemeinderatswahl am 17.11.1929 die Vorschlagsliste der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Für die aufkommenden Nationalsozialisten war er ein zweifacher Feind - Jude und Demokrat.


Langstädter engagierte sich auch in einem nichtjüdischen Ingelheimer Verein. Er war der letzte Dirigent des Arbeitergesangvereins Ober-Ingelheim bis zu seiner Auflösung 1933.


Das Ende eines geachteten Lehrers

 

Die Zeitzeugenaussage eines Schülers, des Apothekers Karl Zerban, schildert Langstädter folgendermaßen: "Langstädter war mein Klassenlehrer. Er ... war ein normaler Lehrer. Langstädter war ein sehr ruhiger, in sich gekehrter Mensch. Er hat so schon nicht viel gelacht, aber nachher hatte er ja gar nichts mehr zu lachen. Er wurde schwer misshandelt, auch seelisch. Die mussten mit der Schippe 'rummarschieren und wurden dann später abtransportiert" (Meyer 1998, S. 373).



Heinrich Herbert schreibt im Ingelheimer Lesebuch: "Ludwig Langstädter stand als Volksschullehrer und als Rabbiner (er war Kantor, nicht Rabbiner) in seiner Gemeinde in hohem Ansehen. Auch im damals fast ausschließlich der NSDAP angehörenden Lehrerkollegium hatte er bis zuletzt unangefochten seinen festen Platz. Und ich erinnere mich noch gut an diese Worte unseres Klassenlehrers und SA-Führers: 'Der Herr Langstädter ist als Lehrer ausgeschieden. Wenn ihr ihm begegnet, zieht die Mütze und sagt "guten Tag' und nicht "HH", zu ihm.' Eine Reihe guter Jahre durfte Herr Langstädter bis dahin in Ober-Ingelheim haben. Ich erinnere mich noch gut an sein zufriedenes Gesicht, wenn er an den Sabbaten nach dem Gottesdienst vor der Synagoge seine Gemeinde-Mitglieder verabschiedete. Die Stiegelgasse war dann belebt mit ausschließlich schwarz gekleideten Juden. Die meisten Männer trugen runde, steife Hüte. An Feiertagen sah man hingegen fast nur Zylinder" (1992, S.112).

Langstädter wurde laut Bericht der Ingelheimer Zeitung vom 11. März 1933 bereits Anfang März an der Ausübung seiner Lehrertätigkeit behindert und im Zuge des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933 am 11. Mai 1933 im Jahr seines 25-Jährigens Dienstjubiläums des Dienstes enthoben. Dieses Gesetz wurde erlassen, um jüdische Beamte aus dem Dienst zu entfernen.

 

Dr. Jakob Bergmann, der von 1933 bis 1936 als Kaplan in der katholischen Pfarrgemeinde Ober-Ingelheim tätig war, berichtet im Juli 1935 in einer Chronik, die im Dom- und Diözesanarchiv in Mainz aufbewahrt wird, über eine Begegnung mit Langstädter: "Ich kehre von den Ferien nach Ingelheim zurück. Aus dem Bahnhof kommt auch der Jude und Rabbiner-Vertreter Langstädter. Ich gehe mit ihm zusammen und wir unterhalten uns. Da stellt sich kurz vor Ober-Ingelheim einer vor uns hin und photographiert uns. Im „Stürmer“ August (19)35, Nr.34 kam dann unser Bild mit der Überschrift: „Rabbiner und Kaplan! Nachkommen der Christusmörder und Verkünder des Evangeliums in gleicher Front“ (Ich hab das Bild!!). Darunter: „Auf dem Bilde sehen wir den Rabbiner der Ingelheimer Judengemeinde Langstädter mit dem Ober-Ingelheimer Kaplan Bergmann auf dem Heimweg vom Bahnhof Ingelheim. In Ingelheim macht man sich seine Gedanken darüber: der Prediger der Nachkommen der Christusmörder in Begleitung eines Priesters, der das Evangelium predigt. Der Herr Kaplan predigt aber auch den Hass gegen das neue Reich und so passen sie zusammen. Der Rabbiner und der Kaplan.“

 

 

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Dieses Foto von Ludwig Langstädter und Kaplan Dr. Jakob Bergmann wurde 1935 im "Stürmer" abgedruckt. Es ist die einzige erhaltene Aufnahme des Ingelheimer jüdischen Lehrers.

 

Langstädter und Bergmann hatten den gleichen Heimweg vom Bahnhof aus nach Ober-Ingelheim. Sie werden aus dem gleichen Zug ausgestiegen und die Bahnhofstraße nach Ober-Ingelheim hinauf gelaufen sein. Wahrscheinlich ergab sich diese Begegnung zufällig und Bergmann sah es als einen Akt der Höflichkeit an, zusammen den Heimweg anzutreten. Ein Fotograf verdiente mit dem Foto sein Geld und der "Stürmer" bediente sich für seine Propaganda mittelalterlicher antijüdischer Elemente, die damals in weiten Kreisen der Bevölkerung verbreitet waren, um den Juden und den Katholiken zu verunglimpfen. Bergmann fährt fort, dass er wegen seines Verhaltens von der Polizei vorgeladen wurde. Wie aus seinen  Aufzeichnungen hervorgeht, scheute er sich auch weiterhin nicht, den Kontakt zu Langstädter zu halten. Der Zeitungsartikel aus dem Stürmer hing lange rot umrandet im Schaukasten der NSDAP. Im August 1935 schrieb Bergmann, dass "Helden der Bewegung" den schon älteren Herrn Langstädter blutig geschlagen hatten. Daraufhin hatte er ihm einen Besuch abgestattet und ihm seine Teilnahme bezeugt und ihm gesagt, dass er die diese Brutalitäten entschieden verurteilt und mit ihm fühlt.

 


Pogrom und Vernichtung

 

Während des Pogroms im November 1938 drang der Mob auch in die Wohnung der Familie Langstädter ein. Ein Zeuge erklärte in einer späteren Vernehmung dazu dass ein Teil der Angreifer in die Wohnung Langstädters ging und dort alles kurz und klein schlug und das Mobiliar teilweise zum Fenster hinausgeworfen wurde. Langstädter und seine Ehefrau flüchteten durch ein Fenster nach der Straße zu. Langstädters Wohnung war zerstört. Das Ehepaar zog nach Mainz in die Untere Zahlbacher Str. 11, wahrscheinlich in die Wohnung von Leopold und Paula Krauskopf auf dem jüdischen Friedhof. Paula Krauskopf war die Schwester von Elisabetha Langstädter. Leopold Krauskopf war dort Friedhofsverwalter.

 

 

 

Elisabetha Langstädter musste 1939 ihr Elternhaus am Ober-Ingelheimer Markt verkaufen. Die Ingelheimer Zeitung berichtete darüber wie immer, wenn ein jüdisches Haus an „Arier“ verkauft wurde. Kurz wurde mitgeteilt, wer das Anwesen erwarb. Der Kaufpreis wurde in diesem Fall nicht genannt.

 


Von Mainz aus wurden Louis und Elisabetha Langstädter im gleichen Transport wie Leopold und Paula Krauskopf, am 30. September 1942 deportiert. In der Sprache der Nationalsozialisten hieß das: "Wohnsitzverlegung nach dem Generalgouvernement" (laufende Nummern 697 und 698). Langstädters werden seitdem vermisst. Wahrscheinlich wurden sie im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

 

Auf der Gedenktafel am Synagogenplatz wird ihrer gedacht. 


Weitere Informationen siehe in: Hans-Georg Meyer: Sie sind mitten unter uns. S. 122 und 369.

 

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Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten Rheinland-Pfalz

Homepage:  http://www.lagrlp.de/ 

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Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Ingelheim e.V. hat die Aufgabe, durch Vermittlung von Kenntnissen über Israel und Deutschland, ihre Geschichte und ihre Probleme Verständnis und Bewusstsein in den Menschen des jeweils anderen Landes zu wecken und zu stärken und die Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und die Völkerverständigung zu fördern.


Wir bieten Veranstaltungen zu Israel und dem Nahen Osten und zum besseren Verständnis des Judentums an.


Wir organisieren Reisen nach Israel und in umliegende Länder sowie Palästina, Fahrten in die ehemaligen rheinland-pfälzischen Konzentrationslager Osthofen und Hinzert und Besuche von Zentren jüdischer Kultur.

Wir unterstützen Schulen und Bildungseinrichtungen u.a. mit Referenten/Referentinnen und die Stadt Ingelheim bei der Durchführung des Jugendaustauschs mit Afula/Israel.

Wir pflegen Kontakte zu ehemaligen Ingelheimer Juden und ihren Nachfahren.

Wir freuen uns über neue Mitglieder.

Aktuelles:
 
 

 Wir sind Mitglied bei der:

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Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG.