Zur Geschichte der Juden in Ingelheim
 Größe: 21 x 27,5 cm, ISBN-Nr. 3-924124-29-9, ca. 700 Seiten, 400 Abbildungen (Dokumente, Fotos), zu erwerben beim Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e.V: Das Buch beschreibt in acht Kapiteln die Geschichte der Juden in Ingelheim von den ersten Nachweisen im frühen Mittelalter bis zur Vernichtung der jüdischen Gemeinde im Jahr 1942.
Das erste Kapitel "Ingelheimer Juden im Mittelalter" wurde von Dr. Gerd Mentgen, Trier, verfaßt. Die weiteren Kapitel stammen von Hans-Georg Meyer, Ingelheim, und befassen sich mit den "Ingelheimer Juden in der Neuzeit", "Jüdisches Wirtschaftsleben in Ingelheim", "Das gesellschaftliche Zusammenleben in Ingelheim", "Das Schulwesen, jüdische Lehrer und Schüler", "Die Synagoge der jüdischen Gemeinde zu Ober-Ingelheim", "Der Nationalsozialismus und die Leiden der jüdischen Bevölkerung ab 1933" sowie "Die jüdischen Friedhöfe in Ingelheim". Dabei sieht Hans-Georg Meyer den Schwerpunkt seiner Arbeit in der Aufarbeitung der Geschichte Ingelheims während des Nationalsozialismus: "So wichtig es ist, auf die Gesamtgeschichte der Juden in unserer Stadt zu verweisen, und nicht nur auf die 12 Jahre Geschichte des Nationalsozialismus, so unbestreitbar ist auch, daß das sogenannte 'Dritte Reich' ein Teil dieser Gesamtgeschichte, und zwar der wichtigste und in seinen Auswirkungen gleichsam tragischste in der Geschichte unserer Stadt und Deutschlands ist." Stimmen zum Buch:"Ich bin voller Bewunderung für die liebevolle Genauigkeit, mit der Sie sich in die Geschichte der Ingelheimer Juden vertieft haben. Natürlich habe ich besonders die Teile über die NS-Zeit studiert. Es gibt ja jetzt mehrere solche Ortsgeschichten. Aber kaum eine scheint mir so gründlich recherchiert zu sein wie die Ihre..." (Prof. Dr. Eberhard Jäckel, Historisches Institut der Universität Stuttgart)
"Die ausführliche und gründliche Dokumentation des Berufs- und Wirtschaftslebens, aber auch die Aktivitäten im Bildungsbereich und im kulturellen Leben Ingelheims, machen das Buch zu einer Fallstudie und einem Quellenschatz von allgemeinerer Bedeutung, die mir für den gesamten rheinhessischen Bereich, aber auch darüber hinaus, typisch erscheint. Das gilt auch für den reichhaltigen Quellenanhang ..." (Prof Dr. Kurt Düwell, Historisches Seminar an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf)
Alle Aspekte dieser Beziehung [zwischen Deutschen und Juden] werden dokumentiert. Der Einzelfall Ingelheim wird damit zum Modell. Der Beitrag der Juden zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklung wird in der Studie, und zwar auf jeder historischen Stufe, umfassend dargestellt." (Dr. Martin Lüdke, Literaturkritiker, SWR-Fernsehen, Mainz)
"Ein Memorbuch: Wer die alte Tradition der Memorbücher kennt, die früher von jüdischen Gemeinden geführt wurden, wird daran durch die Chronik der Juden im rheinhessischen Ingelheim, 'Sie sind mitten unter uns", unweigerlich erinnert ... Die folgenden Kapitel, die sich z.B. mit dem jüdischen Wirtschaftsleben und den gesellschaftlichen Interaktionen von Juden und Nichtjuden auseinandersetzen, die das jüdische Schulwesen und die Synagogengeschichte beschreiben, sind chronologisch und enden jeweils in den Jahren der NS-Zeit. Diese Art der Darstellung ist ungewöhnlich - und dabei doch äußerst angemessen ... Das gesonderte Kapitel über die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Ingelheimer Juden geht auf die Mechanismen, den Novemberpogrom 1938 und die Deportation der Juden aus Ingelheim sowie die wenigen Geretteten und Überlebenden ein. Ein großes Kapitel über die jüdischen Friedhöfe bei Ingelheim sowie ein Dokumentenanhang runden das Buch ab ... Wohltuend ist daher die Deutlichkeit Meyers, die in Bezug auf die Jahre nach 1933 manchmal auch einen spürbaren, wenngleich verhaltenen Zorn beinhalten. Ihm ist zu danken, daß dieses Werk erschien - und es ist zu hoffen, daß es eine große Verbreitung findet. Es könnte sogar zu einem Schulbuch werden, denn es zeichnet exemplarisch die Geschichte von Juden in einer Kleinstadt nach. Es sollte aber auf jeden Fall Vorbild werden für jene, die an jüdischer Regionalgeschichte arbeiten, denn hier war ein Profi am Werk und nicht ein historischer "Laienverein." (Susanne Urban-Fahr, TRIBÜNE - Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, FrankfurtIMain, 4/1998)
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